Warum brauchen wir den gebundenen Ganztag?

Die Christian-Schad-Grundschule möchte mit der Einrichtung des gebundenen Ganztages der Schülerschaft im Stadtteil Nilkheim Rechnung tragen. In vielen Familien arbeiten beide Elternteile. Daraus ergibt sich bei den Eltern der Wunsch nach Betreuung und Entlastung am Nachmittag und in den Ferien. 

Um allen Schülern eine optimale pädagogische Förderung hinsichtlich ihrer Begabungen, Neigungen, Persönlichkeiten und Werten zu ermöglichen, haben wir uns für das Konzept des gebundenen Ganztags entschieden.

Ziel ist die ganztägige, pädagogisch verantwortete und umfassende Bildung bezüglich des Wissens, der Werteerziehung, des Sozialverhaltens und der individuellen Begabung der Grundschulkinder in Nilkheim. 

Der Hort bietet zu den Randzeiten und in den Ferien zusätzlich eine kostenpflichtige Betreuung, um den Familien das bestmögliche Angebot zu bieten.

Wie lernen die Kinder im gebundenen Ganztag?

Das Lernpensum verteilt sich auf mehr Unterrichtsstunden als in der Regelklasse

Der Klassenverband bietet gerade Schulanfängern einen geschlossenen Rahmen an dem sie sich orientieren können. Sie müssen sich nur an eine neue Form des Tagesablaufes gewöhnen

Zusätzlicher Unterricht und die stundenweise Betreuung der Klassen durch 2 Lehrkräfte gleichzeitig ermöglichen eine intensive Lernzeit bis in den Nachmittag hinein. Der Stundenplan sieht zwölf Lehrerstunden pro Ganztagsklasse zusätzlich vor

Lernphasen wechseln sich ab mit musischen Fächern und gesonderten Angeboten im sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich. Die Klasse nutzt dafür alle Räume im Schulhaus, die dafür zur Verfügung stehen

Das soziale Miteinander und die Wahrnehmung der eigenen Person sind Unterrichtsprinzip und werden regelmäßig in den Unterricht eingebaut

Die Teilnahme an der Singklasse, die in Kooperation mit der Musikschule Aschaffenburg angeboten wird, ist fakultativ möglich. Als Schüler der Musikschule können die Kinder ihren individuellen Instrumentalunterricht während des Schultages hier in der Schule erhalten

Zusätzlich wird der Unterricht durch folgende Angebote ergänzt: Judo, Mathe-Forscher, Basketball. Hier übernimmt jeweils eine ausgebildete externe Person die pädagogische Ausgestaltung

Wie verbringt die Klasse die Mittagspause?

Die Klasse erlebt den ganzen Tag gemeinsamDas Mittagessen wird im Klassenverband an gedeckten Tischen mit fester Sitzordnung gleichzeitig eingenommen. Dabei spielt die Werteerziehung und das soziale Miteinander eine große Rolle. Die einzelne Mahlzeit kostet ca. 3,80 € und bietet den Schülern einen ausgewogenen und gesunden Speiseplan. Die Kosten für das verpflichtende warme Mittagessen tragen die Eltern.

Die Aufsicht während der gesamten Mittagspause führt für jede Klasse eine externe Kraft, die von der Schulleitung und dem Träger eingestellt wird. Das Freizeitangebotnach dem Mittagessen gibt den Schülern die Möglichkeit, bei schlechtem Wetter im Spielezimmer frei miteinander zu spielen oder zu lesen. Die Turnhalle bietet der Ganztagsklasse Bewegungsraum bei Regenwetter. Bei trockenem Wetter steht den Kindern der naturnah gestaltete Pausenhof zur Verfügung.

Was ist mit den Hausaufgaben?

Das Erledigen schriftlicher Hausaufgaben ist in der Regel unter der Woche nicht mehr nötig, da die Schüler genügend Zeit zum Üben während der Unterrichtszeit haben. 

Allerdings müssen Lernhausaufgaben (z.B. Gedichte, Einmal-Eins, Lernstoff aus dem Heimat- und Sachunterricht) und Arbeiten, die „vertrödelt“ wurden, weiterhin zu Hause erledigt werden. 

Ferner wird es eine Wochenendaufgabe geben, damit Hausaufgaben auch in der Ganztagsklasse Bedeutung haben.Schließlich fordern weiterführende Schulen diese ein.

Wie verständigen sich Eltern und Lehrer?

Die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus wird durch das verpflichtende Führen eines Info-Heftes gewährleistet. Darin notieren Lehrer oder Eltern Anliegen, Anmerkungen und Informationen zum betreffenden Schulkind. 

Sprechstunden halten die Lehrer wöchentlich. 

Der Elternsprechtag ermöglicht es, alle Lehrer der Klasse auch am Abend zu sprechen. 

Das Lernentwicklungsgespräch in den Klassen 1 bis 3 garantiert, dass die Eltern über den Lernstand ihres Kindes zum Halbjahr informiert werden.


Pilotprojekt „Judo im Ganztag“
– ließ sich auch von Corona nicht bremsen